Fishbowl-Diskussion: „Digitalisierung für oder gegen eine nachhaltige Gesellschaft?“

Bildquelle: Bärbel Maessen
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Am 8. Oktober 2017 fand die Fishbowl-Diskussion „Digitalisierung für oder gegen eine nachhaltige Gesellschaft?“ als öffentliche Abschlussveranstaltung zur VÖW Herbstakademie statt. Dort diskutierten Laura Dornheim (B‘90/Grüne), Tilman Santarius (TU Berlin & IÖW, Forschungsgruppe „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“) und Leon Reiner (Impact Hub Berlin) mit Moderatorin Anne Fromm (taz) und den ca. 60 Teilnehmer/innen über Potenziale und Risiken der Digitalisierung für Mensch, Umwelt und Gesellschaft.

Partizipative und proaktive Gestaltung nötig

Konsens war, dass die Digitalisierung Möglichkeiten für mehr politische Teilhabe bietet, etwa durch digitale Bürgerforen oder ähnlichem. Durch die erhöhten Zugang zu Informationen über Konsum und Produktion könne außerdem ein nachhaltiger Lebensstil gefördert werden. Die Teilnehmer/innen waren sich aber auch einig: Die Digitalisierung kann die Umwelt gefährden durch eine ressourcen- und energieintensive Infrastruktur, Arbeit weiter prekarisieren und die soziale Ungleichheit fördern. Klar wurde: Damit die Digitalisierung mit sozial-ökologischen Zielen vereinbar wird, braucht es verstärkt eine partizipative und proaktive Gestaltung durch zivilgesellschaftliche und politische Akteure.

VÖW-Herbstakademie

Angeregt hatte diesen Austausch die VÖW-Herbstakademie, deren Teilnehmende sich zuvor rund fünf Tage intensiv mit den aktuellen Herausforderungen, Risiken und Chancen der Digitalisierung in Bezug auf soziale Ungleichheit, Klimawandel und planetarische Grenzen befasst hatten und zum Abschluss die öffentliche Debatte anregen wollten. Dass „Digitalisierung und sozial-ökologische Transformation“ aktuell auf großes Interesse stößt, zeigte der volle Saal und die rege Beteiligung.

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