Was hat die Digitalisierung mit der sozial-ökologischen Transformation zu tun?

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In der Forschungsgruppe untersuchen wir soziale und ökologische Auswirkungen der Bereitstellung und des Konsums digitaler Dienstleistungen. Es werden sechs Qualifizierungsarbeiten angestrebt. Das Forschungsdesign verbindet die Mikro- und die Makroebene miteinander. Vier Dissertationsvorhaben werden empirisch ermitteln, wie sich durch die Digitalisierung Energieverbräuche verschieben (Ingenieurwissenschaft), der Konsum verändert (Psychologie), Marketingstrategien wandeln (Nachhaltigkeitsmarketing) und welche Zukunftsvisionen vorherrschend sind (Soziologie/Sozialphilosophie). Diese Befunde werden in zwei Habilitationen aufgegriffen und integriert. Eine volkswirtschaftliche Habilitation untersucht, wie die Digitalisierung auf die Entkopplung des Naturverbrauchs vom Wachstum und auf Markt- und Einkommenskonzentrationen wirkt. In einer soziologischen Habilitation wird analysiert, wie Digitalisierung das Lebenstempo und Prozesse der Individualisierung und Demokratisierung verändert, und wie sich dieser soziale Wandel auf den Konsum auswirkt.

Wir erarbeiten Handlungsansätze und Steuerungsvorschläge, wie Rebound-Risiken begrenzt, Suffizienz-Chancen ergriffen und eine demokratische und faire Wirtschaft begünstigt werden können.

Unterschiedliche Handlungsfelder

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Die Digitalisierung von Dienstleistungen betrifft alle wirtschaftlichen Bereiche. In unserer Forschung fokussieren wir auf drei zentrale Bedarfsfelder: Mobilität (vernetzte Mobilität), Konsum/Ernährung (Online-Handel) und Wohnen (Smart Home). In diesen Bereichen werden wir exemplarisch untersuchen, ob und wie sich Konsumbedürfnisse, Marketingstrategien oder gesellschaftliche Leitbilder durch die Digitalisierung verändern und welche ökologischen und sozialen Folgen dies hat.