Suffizienz-förderndes Marketing zur Stärkung nachhaltiger Konsumweisen

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Unternehmen beeinflussen mit ihrem Produkt- und Dienstleistungsangebot, was wir konsumieren. Angesichts der ungelösten Nachhaltigkeitsherausforderungen und den Grenzen reiner Effizienz- und Konsistenzstrategien verbreitet sich zunehmend die Einsicht, dass suffiziente Lebens- und Konsumstile unvermeidbar sind. Bewusstseinsbildung und Informationsvermittlung zu suffizientem Konsum erfolgen bislang jedoch vor allem durch unabhängige verbraucherpolitische Institutionen und Umweltschutzorganisationen. In der Praxis und in der Forschung steht die Debatte um die Rolle der Unternehmen in diesem Zusammenhang noch am Anfang.

Nachhaltigkeit und Marketing

Die zentrale Frage des Dissertationsvorhabens ist, wie Unternehmen solche Konsumweisen, die auf Mäßigung und Reduktion setzen, im Rahmen ihrer Marketingaktivitäten unterstützen können, und welche Möglichkeiten sich durch die Digitalisierung für ein suffizienz-förderndes Marketing ergeben. Denn durch die Digitalisierung wird eine stärkere Ausrichtung des Angebots an individuellen Kundenbedürfnissen (big data, mass customization) und die Neugestaltung der Schnittstellen zum Kunden (crowdsourcing, open innovation) möglich. Allerdings gehen genau diese Verbesserungen auch mit dem Risiko einher, Rebound-Effekte zu generieren und dadurch der Suffizienz entgegen zu wirken. In zwei empirischen Phasen werden qualitative sowie quantitative Sozial- und Marktforschungsmethoden angewendet und Workshops mit Unternehmen durchgeführt.

Ansprechpartnerin

Maike Gossen

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