Wer wir sind

Wir sind ein Team junger Nachwuchswissenschaftler*innen, das gemeinsam den Megatrend Digitalisierung kritisch unter die Lupe nehmen will. Unser Vorhaben ist ein Kooperationsprojekt des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und der Technischen Universität Berlin; seitens der TU Berlin sind das Zentrum für Technik und Gesellschaft (ZTG) und das Fachgebiet Arbeitslehre/ Ökonomie und Nachhaltiger Konsum eingebunden.

 

Unser Beitrag

Unser Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der sozial-ökologischen Forschung (SÖF) über einen Zeitraum von fünf Jahren (2016-2021) gefördert. Wir wollen uns in dieser Zeit mit Dissertationen und Habilitationen wissenschaftlich qualifizieren. Aber vor allem möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass die Digitalisierung so diskutiert und gestaltet wird, dass sie zu einem Wandel in Richtung einer sozialen, ökologischen und demokratischen Gesellschaft beiträgt.

Dr. Tilman Santarius, Gesamtprojektleitung

In meinen zurückliegenden Berufsjahren beim Wuppertal Institut und der Heinrich-Böll-Stiftung habe ich mich vor allem mit zwei Megatrends beschäftigt: der Globalisierung und dem Klimawandel. Die zentralen Fragen dabei waren für mich, wie sich Welthandels- und Klimapolitik so gestalten lassen, dass sie zu mehr Fairness in der Welt beitragen. Dieses Anliegen schlägt sich auch in meinem langjährigen ehrenamtlichen Engagement in der Zivilgesellschaft, zum Beispiel für Germanwatch und Greenpeace, nieder. Während meiner Doktorarbeit an der Uni Kassel habe ich mich zuletzt mit dem Rebound-Effekt und Konzepten für den Übergang in eine Postwachstums-Gesellschaft beschäftigt, und diese Erkenntnisse will ich nun auf die Digitalisierung übertragen. In der Forschungsgruppe betrachte ich durch eine soziologische Brille, wie Digitalisierung sozialen Wandel beeinflusst und wie sich dieser wiederum auf den Ressourcenverbrauch auswirkt. Das Hüten meiner Schafe allerdings, das ich am Wochenende gerne mache, funktioniert nach wie vor völlig analog. Weitere Informationen zu mir gibt's auf www.santarius.de.

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                                                          E-Mail: santarius@tu-berlin.de

Vivian Frick

Ich beschäftige mich mit psychologischen Treibern des Konsumverhaltens und den Auswirkungen der Digitalisierung darauf. Aus sozialpsychologischer Perspektive stehen dabei menschliche Motivationen und Bedürfnisse, Werte und soziale Normen im Zentrum meiner Analyse. Ich bin in der solidarischen Landwirtschaft aktiv, Mitglied im Beirat der Initiative Psychologie im Umweltschutz (IPU) Schweiz und engagierte mich während meines Studiums u.a. im Verband studentischer Organisationen für Nachhaltigkeit (VSN) in der Schweiz. In der Nachwuchsgruppe bearbeite ich die psychologische Perspektive auf Digitalisierung.

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E-Mail: frick@ztg.tu-berlin.de

Maike Gossen

Ich forsche an der Schnittstelle von Nachhaltigkeitsmarketing und nachhaltigem Konsum. Mein Interesse an Nachhaltigkeitsthemen hat mich motiviert, nach einem medienwissenschaftlichen Studium das berufsbegleitende Masterprogramm Nachhaltigkeitsmanagement zu absolvieren. Seitdem arbeite ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin am IÖW und habe dort in den letzten fünf Jahren mehrere Forschungsprojekte zu nachhaltigem Konsum, Umweltbewusstsein, sozialen Innovationen und Sharing durchgeführt. Die Digitalisierung hat auch in meinem Alltag vieles einfacher und bequemer gemacht – in den Urlaub fahre ich aber noch immer am liebsten mit einem alten VW-Bus, der aus dem Vor-Internetzeitalter stammt. In der Forschungsgruppe untersuche und entwickele ich suffizienz-fördernde Marketingstrategien von Unternehmen der digitalen Dienstleistungswirtschaft.

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                                                         E-Mail: maike.gossen@ioew.de

Anja Höfner

Mit meinem Hintergrund der Soziologie und Nachhaltigkeitsökonomik beschäftige ich mich mit Formen der kollaborativen Ökonomie und interessiere mich für deren Nachhaltigkeitspotenziale und den Einfluss der Digitalisierung in diesem Bereich. Im Studium, aber auch in verschiedenen Nebentätigkeiten beim Statistischen Bundesamt oder der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit setzte ich mich mit Nachhaltigkeitsthemen auseinander und forschte zu Organisationsmodellen und Produktionsgenossenschaften – zuletzt schrieb ich meine Masterarbeit am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung über kollaborative Produktionsformen in der Maker-Bewegung, die maßgeblich von Digitalisierung geprägt ist. Obwohl ich in vielen gesellschaftlichen Bereichen große Potenziale von Digitalisierung sehe, lese ich die Zeitung und das Buch am liebsten noch analog, treffe Menschen in echt und finde Wege ohne Online-Kartendienste.

In der Nachwuchsgruppe arbeite ich als Forschungsassistenz und unterstütze die Gruppe im Ganzen und die Forscher/innen im Einzelnen bei ihren Forschungsarbeiten inhaltlich und organisatorisch.

E-Mail: anja.hoefner@ioew.de

Dr. Steffen Lange

Ich untersuche und entwickele Konzepte, wie unsere Wirtschaft zugleich umweltgerecht, sozial und demokratisch gestaltet werden kann. Die Ansätze der Postwachstumsökonomie, der Pluralen Ökonomik und der Wachstumsökonomik stehen im Mittelpunkt meiner Analysen. Neben der Wissenschaft engagiere ich mich zivilgesellschaftlich bei Akteuren, die daran arbeiten diese andere Wirtschaft umzusetzen – v.a. beim Konzeptwerk Neue Ökonomie und bei Common Future. In der Nachwuchsgruppe bearbeite ich makroökonomische Perspektiven auf die Digitalisierung der Wirtschaft.

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E-Mail: steffen.lange@ioew.de

Johanna Pohl

Ich beschäftige mich mit ökologischen Wirkungen von Energiesystemen. Ich bin Ingenieurin für Abfallwirtschaft/ Altlasten und habe an der TU Dresden sowie an der Dokuz Eylül Üniversitisi in Izmir, Türkei studiert. Während meines Studiums arbeitete ich u.a. bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit zur Energiegrundversorgung im Globalen Süden. Meine Diplomarbeit schrieb ich am Deutschen Biomasseforschungszentrum zu ökologischen Effekten der Wärmeversorgung in Deutschland. In den letzten Jahren führten mich meine Wege von Dresden mit dem Zug quer durch Europa und zurück bis nach Berlin. In der Nachwuchsgruppe forsche ich zur Verschiebung von Energieströmen und deren ökologischen Auswirkungen durch eine zunehmende Digitalisierung von Dienstleistungen.

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                                                         E-Mail: pohl@ztg.tu-berlin.de

Christian Uhle

Als Philosoph beschäftigt mich die Frage, wie sich unser Leben durch die Digitalisierung verändert: Entwickeln wir neue Weltbeziehungen und Selbstverständnisse? Welchem Wandel unterliegen unsere Vorstellungen vom guten Leben und welche neuen ethischen Problemlinien zeichnen sich ab? Diesen grundlegenden Fragen gehe ich in der Nachwuchsgruppe nach, indem ich die Beziehung zwischen Digitalisierung und gesellschaftlichen Leitbildern untersuche. Mich interessiert dabei besonders, ob Leitbilder befördert werden, die ein durch Resonanzerfahrungen und individuelle Suffizienz geprägtes Leben begünstigen. Ich habe Philosophie, Physik und Wirtschaftswissenschaften studiert, zur Technik- und Umweltethik geforscht, habe freiberuflich als Berater im Bereich Strategic Foresight gearbeitet und begleite die Arte-Sendung Streetphilosophy inhaltlich und konzeptionell. Weitere Infos zu mir auf www.christian-uhle.de.

E-Mail: christian.uhle@ioew.de

Manuel Brümmer

Ich unterstütze die Forscher/innen der Nachwuchsgruppe mit meiner soziologischen Perspektive auf Technikentwicklung und Digitalisierung als studentischer Mitarbeiter. Neben dieser Arbeit studiere ich Soziologie technikwissenschaftlicher Richtung an der TU Berlin. Schwerpunkte dabei sind die Technik-, Organisations- und Arbeitssoziologie. Vorher habe ich an der TU Berlin als Tutor mit Ingenieurstudierenden im Seminar „Soziologie des Ingenieurberufs“ über soziale und ökologische Verantwortung debattiert. Ehrenamtlich bin ich weiter in der politischen Jugendbildung tätig und unterstütze den Nachhaltigkeitsrat der TU Berlin. In meiner Freizeit bekomme ich ganz analog mein Gemüse über eine solidarische Landwirtschaft.

Email: manuel.bruemmer@ioew.de