Umweltwirkungen der Digitalisierung auf der Anwendungsebene

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Durch die Digitalisierung von Dienstleistungen verschieben sich Energieströme von der Nutzung bei Endkonsument*innen hin zur Bereitstellung der Dienste und Infrastrukturen. Aus ökologischer Perspektive werden dabei v. a. Vorteile wie Effizienzsteigerungen von Prozessen durch Vernetzung und Dematerialisierung von Gütern und Dienstleistungen in den Vordergrund gestellt. Doch wohin genau verschieben sich Energieströme durch eine zunehmende Digitalisierung entlang der Prozesskette? Welche ökologischen Auswirkungen hat digitale Vernetzung im Smart Home, bei Smart Mobility oder beim Online-Shopping, wenn sowohl die sichtbaren als auch versteckten Energieverbräuche sowie die materielle Basis der Digitalisierung betrachtet werden? Wie korrelieren Energieeffizienzsteigerungen der digitalen Technik mit den eventuellen Zuwachsraten bei Energie- und Materialverbräuchen und rufen dadurch Rebound-Effekte hervor? Und welche Implikationen hat dies auf die bereits existierenden Analysemethoden?

Die ingenieurwissenschaftliche Dissertation wird gemeinsam mit Praxispartnern digitale Prozessketten abbilden und interdisziplinär mit weiteren Gruppenmitgliedern die sich ändernde Nutzungsperspektive integrieren. Die anschließende Umweltbewertung erfolgt in Bezug auf die dabei anfallenden Energie- und Materialverbräuche.

 

 

Ansprechpartnerin

Johanna Pohl

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