Call for Papers: Psychologie der digitalen Umwelt

Für die erste Ausgabe 2021 der Zeitschrift Umweltpsychologie können ab sofort Beiträge zum Thema "Psychologie der digitalen Umwelt: Digitalisierung, Umweltschutz und Umweltgestaltung" eingereicht werden. Wie wirkt die Gestaltung digitaler Umwelten auf den Menschen? Kann sie umweltfreundliches oder umweltschädliches Verhalten fördern? Diese und weitere Fragen sollen in der Ausgabe diskutiert werden. Deadline ist der 30. April 2020.

Digitalisierung: Verhalten verändert sich

Digitalisierung transformiert diverse Verhaltensbereiche der Umweltpsychologie: Der Wohnsektor und das Energieverbrauchsverhalten verändern sich durch Automatisierung, Smart Homes, Smart Grids oder Sektorkopplung. Das Mobilitätsverhalten wird zunehmend geprägt durch multimodale Verkehrsmodelle, Sharing-Konzepte und neue Formen der Arbeit. In anderen Konsumbereichen (z.B. Ernährung, Kleidung, Möbel oder elektronische Geräte) verschieben sich Auswahl, Kauf und Marketing in digitale Sphären, wodurch Konsumobjekte jederzeit, überall und optionenvielfältig verfügbar sind. Unternehmensseitige Datenverarbeitung, Personalisierung und intransparente Suchalgorithmen können dabei sowohl Konsumverhalten, wie auch die Informationsbeschaffung beeinflussen. Weitere negative Auswirkungen können Rebound-Effekte der Effizienz- und Optimierungspotentiale, sowie Induktionseffekte durch neue technische Möglichkeiten sein, die zu nicht-nachhaltigem Mehrkonsum führen. Informationsbeschaffung, Meinungsbildung, politische Teilhabe und Umweltaktivismus erfahren ebenfalls einen tiefgreifenden Wandel, insb. durch Vernetzung auf Plattformen, in sozialen Medien oder durch Online-Petitionen. Nicht zuletzt verbessert Digitalisierung die Zugänglichkeit (nachhaltigkeitsbezogener) Informationen und vereinfacht Vernetzung und Teilhabe an zivilgesellschaftlichem Engagement (beispielsweise Citizen Science, Fridays4Future-Bewegung).

Call for Papers

All diese Themenfelder sind für die zukünftige Entwicklung der Umweltpsychologie essentiell, ebenso kann die Umweltpsychologie zur Erforschung digitaler Anwendungen wertvolle Expertise beisteuern. Die Beiträge aus der Umweltpsychologie und verwandten Disziplinen sollte sich mit der Verbindung der beiden Themen beschäftigen.

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