Wer wir sind

Wir sind ein Team junger Nachwuchswissenschaftler*innen, das gemeinsam den Megatrend Digitalisierung kritisch unter die Lupe nehmen will. Unser Projekt ist eine Kooperation zwischen der Technischen Universität Berlin und dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW); seitens der TU Berlin liegt die Projektleitung bei Tilman Santarius vom Fachgebiet Sozial-ökologische Transformation unter Beteiligung des Zentrums für Technik und Gesellschaft (ZTG) und des Einstein Center Digital Future.

 

 

Prof. Dr. Tilman SantariusGesamtprojektleitung

In meinen zurückliegenden Berufsjahren beim Wuppertal Institut und der Heinrich-Böll-Stiftung habe ich mich vor allem mit zwei Megatrends beschäftigt: der Globalisierung und dem Klimawandel. Die zentralen Fragen dabei waren für mich, wie sich Welthandels- und Klimapolitik so gestalten lassen, dass sie zu mehr Fairness in der Welt beitragen. Dieses Anliegen schlägt sich auch in meinem langjährigen ehrenamtlichen Engagement in der Zivilgesellschaft, zum Beispiel für Germanwatch und Greenpeace, nieder. Während meiner Doktorarbeit an der Uni Kassel habe ich mich zuletzt mit dem Rebound-Effekt und Konzepten für den Übergang in eine Postwachstums-Gesellschaft beschäftigt, und diese Erkenntnisse übertrage ich nun mit diesem Forschungsvorhaben auf die Digitalisierung. In der Forschungsgruppe betrachte ich durch eine soziologische Brille, wie Digitalisierung soziale Institutionen und individuelle Konsummuster beeinflusst und wie sich dieser Wandel wiederum auf Energie- und Ressourcenverbräuche und die Chancen für eine Nachhaltigkeitstransformation auswirken. Das Hüten meiner Schafe allerdings, das ich am Wochenende gerne mache, funktioniert nach wie vor völlig analog. Weitere Informationen zu mir gibt's auf www.santarius.de

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Dr. Steffen LangeTeilprojektleitung am Institut für ökologische Wirtschaftsforschung

Ich beschäftige mich mit ökologischen Aspekten wie Energieverbrauch und Treibhausgasemissionen auf makroökonomischer Ebene. Mich leitet die Frage, wie unsere Wirtschaft zugleich umweltgerecht, sozial und demokratisch gestaltet werden kann. Dabei verwende ich Theorien und Methoden aus der Umweltökonomik, der Ökologischen Ökonomik, der Wachstumsökonomik und der Pluralen Ökonomik. Neben der Wissenschaft engagiere ich mich zivilgesellschaftlich bei Akteuren, die daran arbeiten eine sozial-ökologische Wirtschaft umzusetzen – v.a. beim Konzeptwerk Neue Ökonomie und bei Common Future. In der Nachwuchsgruppe bearbeite ich umweltökonomische Perspektiven auf die Digitalisierung der Wirtschaft.

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Vivian Frick

Ich beschäftige mich mit den Auswirkungen digitaler Umwelten auf (nicht-)nachhaltiges Verhalten. Als Umwelt- und Sozialpsychologin beforsche ich, wie verschiedene Aspekte der Digitalisierung menschliche Motivationen und Bedürfnisse, Werte und soziale Normen verändern. Meine aktuellen Forschungsinteressen liegen in den Bereichen der Suffizienz und Subsistenz, sozial-ökologischen Transformation, sowie transdisziplinären Forschungsmethoden. Zuvor arbeitete ich zu Suffizienz im Energiesektor an der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften. Ich bin im Wandelwerk e.V. und der Bits & Bäume-Bewegung aktiv, sowie im Beirat der Initiative Psychologie im Umweltschutz (IPU) Schweiz.

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Maike Gossen

Ich forsche als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Schnittstelle von Nachhaltigkeitsmarketing und nachhaltigem Konsum. Mein Interesse an Nachhaltigkeitsthemen hat mich motiviert, nach einem medienwissenschaftlichen Studium das berufsbegleitende Masterprogramm Nachhaltigkeitsmanagement zu absolvieren. Seitdem arbeite ich als wissenschaftliche Mitarbeiterin am IÖW und habe dort in den letzten fünf Jahren mehrere Forschungsprojekte zu nachhaltigem Konsum, Digitalisierung, Umweltbewusstsein, Sharing, Nachhaltigkeitsbewusstsein und Engagementbereitschaft junger Menschen durchgeführt. Die Digitalisierung hat auch in meinem Alltag vieles einfacher und bequemer gemacht – in den Urlaub fahre ich aber noch immer am liebsten mit einem alten VW-Bus, der aus dem Vor-Internetzeitalter stammt. In der Forschungsgruppe untersuche ich Suffizienz fördernde Marketingstrategien von Unternehmen.

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Johanna Pohl

Ich beschäftige mich als Wissenschaftlerin mit der ökologischen Bewertung von digitalen Systemen. Ich bin Ingenieurin für Abfallwirtschaft/Altlasten und habe an der TU Dresden sowie an der Dokuz Eylül Üniversitisi in Izmir, Türkei studiert. Während meines Studiums arbeitete ich u.a. bei der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit zur Energiegrundversorgung im Globalen Süden. Meine Diplomarbeit schrieb ich am Deutschen Biomasseforschungszentrum zu ökologischen Effekten der Wärmeversorgung in Deutschland. In den letzten Jahren führten mich meine Wege von Dresden mit dem Zug quer durch Europa und zurück bis nach Berlin. In der Nachwuchsgruppe forsche ich zu ökologischen Bewertungsmethoden der Digitalisierung und berechne die ökologischen Auswirkungen durch eine zunehmende Digitalisierung von Dienstleistungen.

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Friederike Rohde

Ich bin Wissenschaftliche Mitarbeiterin am IÖW und interessiere mich als Techniksoziologin besonders für die Wechselwirkungen zwischen technischen Entwicklungen und gesellschaftlichen Veränderungsprozessen. Das Thema Smart Cities begleitet mich bereits seit längerem und in den letzten Jahren habe ich mich viel mit der Digitalisierung des Energiesystems befasst. Aktuell treibt mich neben dem vernetzten Wohnen verstärkt das Themenfeld „Künstliche Intelligenz“ in all seinen ökologischen und sozialen Facetten um. Besonders interessant sind für mich Aushandlungsprozesse zwischen verschiedenen Akteursgruppen, Fragen der Macht und institutioneller Wandel. Ich analysiere Zukunftsvorstellungen, die im Zuge der Etablierung digitaler Lösungen von verschiedenen Akteursgruppen hervorgebracht werden, im Hinblick darauf, welche Rolle Technik in der Gesellschaft und dem individuellen Leben einnimmt. Um mich der ständigen digitalen Verführung des Smartphones etwas zu entziehen lese ich auf meiner morgendlichen Fahrt vom grünsten Bezirk Berlins in die City immer noch am liebsten ein Buch.

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Josephin Wagner

Als Nachhaltigkeitsökonomin mit kommunikationswissenschaftlichem Hintergrund möchte ich verstehen, welche Auswirkungen Digitalisierung auf unser Wirtschaften und Zusammenleben hat. Darüber hinaus interessiert mich, wie dieser gesellschaftliche Wandel so gestaltet werden kann, dass er Nachhaltigkeitschancen bietet und nicht etwa zerstört. In der Nachwuchsgruppe arbeite ich als Forschungsassistenz am IÖW und unterstütze die Gruppe im Ganzen und die Forscher*innen im Einzelnen bei ihren Forschungsarbeiten inhaltlich und organisatorisch. Neben meiner beruflichen Tätigkeit engagiere ich mich beim netzwerk n für eine nachhaltige Transformation der Hochschullandschaft. All diese Aktivitäten und auch meine Freizeit sind von digitalen Angeboten und Kommunikationstechnologien geprägt. Dennoch finden sich auch hier immer wieder analoge und materielle Inseln – seien es handgeschriebene Briefe, meine Stereo-Anlage mit 5-fach-CD-Wechsler oder der Sprung ins kühle Nass.

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Manuel Brümmer

Ich unterstütze die Forscher*innen der Nachwuchsgruppe mit meiner soziologischen Perspektive auf Technikentwicklung und Digitalisierung als studentischer Mitarbeiter. Neben dieser Arbeit studiere ich Soziologie technikwissenschaftlicher Richtung an der TU Berlin. Schwerpunkte dabei sind die Technik-, Organisations- und Arbeitssoziologie. Vorher habe ich an der TU Berlin als Tutor mit Ingenieurstudierenden im Seminar „Soziologie des Ingenieurberufs“ über soziale und ökologische Verantwortung debattiert. Ehrenamtlich bin ich weiter in der politischen Jugendbildung tätig und unterstütze den Nachhaltigkeitsrat der TU Berlin. In meiner Freizeit bekomme ich ganz analog mein Gemüse über eine solidarische Landwirtschaft.

E-Mail an Manuel Brümmer

Unser Beitrag

Unser Projekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen der sozial-ökologischen Forschung (SÖF) über einen Zeitraum von fünf Jahren (2016-2021) gefördert. Wir wollen uns in dieser Zeit mit Dissertationen und Habilitationen wissenschaftlich qualifizieren. Aber vor allem möchten wir einen Beitrag dazu leisten, dass die Digitalisierung so diskutiert und gestaltet wird, dass sie zu einem Wandel in Richtung einer sozialen, ökologischen und demokratischen Gesellschaft beiträgt.

Artikel des Projektträgers in „GAIA” über die Forschungsgruppe

Praxispartner

Unser Projekt entwickeln wir gemeinsam mit verschiedenen Partnern aus der Praxis, um realitätsnah zu forschen und gesellschaftlich relevante Ergebnisse zu produzieren. Die Praxispartner werden in die Durchführung der empirischen Forschungsarbeiten ebenso wie in die Diskussion und Verbreitung von Gestaltungsvorschlägen und Ergebnissen eingebunden. Unsere Praxispartner umfassen sowohl Unternehmen als auch zivilgesellschaftliche Organisationen und politische Entscheidungsträger.

Avocadostore

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit

GIRA

Verbraucherzentrale Bundesverband

Raummobil

verdi